Tagung: Depression zwischen Hirn und Seele 02.10.2007
  Was lange gar nicht miteinander konnte, soll nun zusammengehen: Um neue Therapien für Depressionen zu finden, sollen Neurowissenschaft und Psychoanalytik künftig verstärkt an einem Strang ziehen.

 

Die Förderung der "neuro-psychoanalytischen" Forschung hat sich zumindest die kürzlich gegründete US-amerikanische Hope for Depression Research Foundation (HDRF) in New York auf ihre Fahnen geheftet, wie die Initiatoren am Mittwoch anlässlich des ersten Seminars der Organisation in Wien berichteten. (...)

Es ginge um die bisher längst überfällige Verbindung von zwei empirischen Datensätzen, so Mark Solms, Ko-Direktor für Forschung der HDRF und Vorstand des Instituts für Neuropsychologie an der University of Cape Town (Südafrika).

Es gebe eine gute Faktenlage zu den genetischen Mechanismen in Bezug auf Depressionen. Zudem stehe das Auftreten der Erkrankung nachweislich mit bestimmten Lebensereignissen wie etwa einem frühen Verlust einer nahe stehenden Person in Zusammenhang. Was zunächst wie Gegensätze erscheine, gehöre zusammen. (...)

"Wir wissen mit Sicherheit zwei Dinge. Erstens: Die beste Behandlung für Depressionen ist nicht die psychopharmakologische oder die Gesprächstherapie. Zweitens: Die beste Behandlung sind beide zusammen", so Solms. (...)

Quellen: http://web.uct.ac.za/depts/psychology/staff/solms.html,
http://www.neuro-psa.org.uk/npsa/index.php?module=pagemaster&PAGE_user_op=view_page&PAGE_id=48

   
Eingestellt von*:   Eike Rappmund
Zugeordnet: PsychotherapieKategoriePsychoanalyse
   
   


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