Unter den Dümmsten allerdings auch - hier war der männliche Anteil ebenfalls doppelt so hoch wie der weibliche. Frauen konzentrieren sich demnach stärker auf das Mittelfeld. (...)
Die Forscher um Timothy Bates von der University of Manchester versuchten äußere Faktoren, die die Intelligenz beeinflussen könnten, möglichst auszublenden. Da die Erziehung eine wichtige Rolle in der geistigen Entwicklung spielt, untersuchten sie ausschließlich Geschwisterpaare.
Die 2.500 Brüder und Schwester absolvierten Tests in Naturwissenschaften, Mathematik, Englisch sowie solche, die das handwerkliche Geschick überprüften. (...)
Das Ergebnis: Unter den klügsten zwei Prozent der Bevölkerung befinden sich doppelt so viele Männer als Frauen. Gleichzeitig tummeln sich aber auch doppelt so viele Männer unter den dümmsten zwei Prozent.
Männer erreichten sowohl die höchsten als auch die niedrigsten Punktezahlen in allen Tests. Insgesamt brachten sie eine bessere Leistung in Naturwissenschaften und Arithmetik als Frauen. Frauen rangierten im mittleren Feld und schnitten besser bei sprachlichen Tests ab.
Wie lässt sich ein solches Ergebnis erklären? Timothy Bates vermutet gegenüber dem britischen "Telegraph": Es liege daran, dass Männer optimal auf das andere Geschlecht wirken wollen. Sie verleihen ihrer Intelligenz aus Gründen der Partnerwahl "einen Schub".
Warum der evolutionäre Schub, sofern vorhanden, genau so häufig in Richtung Dummheit verläuft, erklärt diese Hypothese allerdings nicht. Das müssen Bates und seine - männlichen - Kollegen erst herausfinden. (...)
Die Studie "Brother-sister differences in the g factor in intelligence: Analysis of full, opposite-sex siblings from the NLSY1979" ist im Journal "Intelligence" erschienen (Bd. 35, Seite 451; doi: 10.1016/j.intell.2006.09.003). Quelle: http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&_udi=B6W4M-4M6458N-1&_user=10&_coverDate=10%2F31%2F2007&_rdoc=1&_fmt=&_orig=search&_sort=d&view=c&_acct= C000050221&_version=1&_urlVersion=0&_userid=10&md5= b73d8c69aa630bbebffeb240120fe3e9
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